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  • AutorenbildTina

One Billion Rising Angermünde 2024

Aktualisiert: 20. Feb.

Stärker als Gewalt 2.0


14. Februar 2024 Marktplatz Angermünde


Unter der Schirmherrin der Uckermärkischen Musik­- und Kunstschule „Friedrich Wilhelm von Redern“ startete ich vor neun Jahren das Projekt One Billion Rising Angermünde. Neun Jahre setzt Angermünde nun ungebrochen ein starkes Zeichen "Nein zu Gewalt an Frauen und Kindern". #riseforfreedom #onebillionrisingangermünde


In diesem Jahr entschied ich mich dazu, das Angebot einer AG im Einstein Gymnasium Angermünde dafür zu nutzen - das Thema One Billion Rising in den Vordergrund zu stellen. Sechs Mädchen der Klassenstufe 7-9 bereiteten mit mir das Tanzstück "Stärker als Gewalt 2.0" vor.


Am 14. Februar 2024 war es dann soweit - gemeinsam DAS Zeichen setzen!

Besonders beeindruckend und nachwirkend zeigte eine junge Frau den größten Mut von Allen. Mit ihrem Poetry Slam über sexualisierte Belästigung als junges Mädchen blieb nicht nur mir sondern allen Anwesenden der Atem stocken, als ihre Worte tief ins Bewusstsein drückten. Lina gab nicht nur diesen tief berührenden Text von sich sondern nahm uns tief in ihre Gedankenwelt mit. Ich bin dir so unglaublich dankbar, dass du diesen Mut bewiesen hast. Du bist meine besondere Heldin von One Billion Rising Angermünde 2024.


Foto: Nina Tietze

"Stärker als Gewalt 2.0"


Nele, Nasti, Jessy, Polina, Edda und Isabell betraten die Tanzfläche. Mit ihrem Tanz zu Löwinnen eröffneten sechs junge Damen das Tanzstück. Nach und nach füllte sich die Tanzfläche mit Tänzerinnen und Tänzer von allen Tanzgruppen der UMKS. Dann wurden sie nachdrücklich unterstützt von ihren Müttern, ihren Großmüttern - von Frauen aus der ganzen Stadt. Jung und alt, klein und groß zeigten bereits beim Intro die rot bemalte Handinnenfläche: Ein klares Stop, denn NEIN heißt NEIN!

Schnitt. Positionswechsel. Noch einmal zeigt sich die TanzAG zu den starken Worten von Emma Watson: "But I should be able to make decisions about my own body." (Aber ich sollte in der Lage sein, Entscheidungen über meinen eigenen Körper zu treffen.)


Die ersten Tanzfreunde aus Joachimsthal, BAFF (Bands auf festen Füßen) und ihre Jokidancers traten auf die Tanzfläche. Zu "Ich werde nie wieder nicht tanzen" zeigten die jungen Tänzerinnen und Tänzer einen bewegten mitreißenden Tanz. Durch die Einflüsse von koreanischen Pop betraten im Anschluss Nele und Jessy die Tanzfläche. Mit einem kleinen Ausschnitt von "Nude" ließen sie die Herzen der K-Pop Fans höher schlagen und zeigten damit, dass sich das Hauptthema auch in koreanischer Musik wiederfindet.

Zwei liebgewonnene Frauen betraten die Tanzfläche: Emma und Jenny von den PSDanceer aus Prenzlau zeigten mit viel Leidenschaft wie schön es ist Line Dance zu tanzen. Mit fixing me, breaking you vertanzten sie das große Thema "One Billion Rising" so ausgesprochen emotional und leidenschaftlich. Edda und Nele ließen sich sich trotz Regen und nasser Tanzfläche sehr gefühlvoll auf ihre eigene Choreo zu Oceans Eyes ein. Der Schmerz und die Ohnmacht von jungen Menschen sitzt manchmal so tief, dass es letztlich das Tanzen schafft dies auszudrücken. Hanna und Jessi schnappten sich zwei Mikrofone und sangen intensiv über das Gefühl von 3 Sekunden: "Alle drei Sekunden umdreh'n, nachts allein im Dunkeln. Sag mir, was weißt du davon? Kleine Tropfen in mei'm Glas drin, Herz fängt an zu rasen. Sag mir, was weißt du davon? Eine Hand an mei'm Arsch, aber alles nur Spaß.

Mama hat uns gewarnt: "Das ist alles normal" Doch was weißt du davon? Ey Bitte sag, bitte sag, was weißt du davon?"

Ein Staunen durchdrang die Musik, 50 Kinder und Jugendliche der UMKS stürmten die Tanzfläche und zeigten ihre Choreografie zu "Dance the Night", denn genau das machten wir: wir tanzten durch die Nacht. Nun wurde es rockiger, lauter und die Energie war intense als erst Emma und Jenny einen energiegeladenen Line Dance zeigten und danach von den Beasty Boxing Girls aus Schwedt abgelöst wurden. Die Beasty Juniors und die großen Ladies rockten mit ihrer Performance die Bühne, ganz im Sinne der Veranstaltung endeten sie mit einer Choreo zu "Shut up and dance" - Mund zu und tanzen!


Schnitt im Tanzstil: Contemporary und Improvisation. Erneut betraten die Jokidancer die Bühne. Mit einer Art Spannungsbogen wurde die Musik durch die bereits eingetroffene Dunkelheit getragen. Deutsch Rap erklang als Jessi und Lavinia ihre Soli präsentierten. Mit den Worten "Sei gelassen er wird dir nie wieder eine verpassen" füllte sich die Tanzfläche nach und nach mit Tänzerinnen und Tänzern um das nahende Finale anzukündigen. Survivor - Überlebende - wir zeigten uns, öffneten unsere Herzen und unsere Seelen! Wir, wir sind Viele! #metoo

Tanz und Musik ist eine Weltsprache - sie berührt, sie lebt, sie vertanzt Gefühle und Emotionen - einmal mehr spürten wir, dass wir gemeinsam aufstehen müssen um gemeinsam etwas zu ändern! Denn gemeinsam sind wir stark!

Break the Chain

Nicht nur eine Angermünder Tradition sondern eine Weltweite! Das Lied der Bewegung erklang. Mit Break the Chain, brich die Ketten, stand der Marktplatz nicht mehr still. Strike. Rise. Dance. Die Luft vibrierte - der Regen war kaum zu spüren - der Marktplatz tanzte: eine Milliarde erhebt sich!


One Billion Rising Angermünde 2024 ist nun Geschichte und das Verarbeiten des Erlebten kann beginnen. Worte durch Text und Lied, Bewegungen, Leidenschaft und Gemeinschaft wächst! Wenn es etwas gibt, dass ich dieses Jahr gelernt habe, dann: "nur gemeinsam!" sind wir stark!


Zum vierten Mal sammelten wir am Ende Spenden für das einzige Frauenhaus im Landkreis Uckermark. Somit werden wir dem EJF 500,00 EUR für ihre wichtige Arbeit übergeben. DANKBAR das es euch gibt!


Eure xTina



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